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Verleihung des Dr. Meyer-Struckmann-Wissenschaftspreises und Neujahrsempfang der BTU


Der mit 30.000 Mark dotierte Preis wurde bundesweit ausgeschrieben und ging an Prof. Dierk Rolf Raabe vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf – Außerdem: Beste Dissertation der BTU sowie beste Diplomarbeiten der vier Fakultäten wurden ausgezeichnet


Die besten Diplomanden ihrer Fakultät, 2001: v.l. Uta Kiefer, Raffaello Lepratti, Andreas Noack, Juren Meister

Am 31. Januar verlieh die Universität Cottbus in einer festlichen Veranstaltung im Audimax mehrere Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen und im Anschluss daran fand der BTU-Neujahrsempfang des Präsidenten der BTU, Prof. Ernst Sigmund, im neuen Gebäude des Panta Rhei Forschungszentrums für Leichtbauwerkstoffe statt.
Karl Wilhelm Graf Finckenstein, Vorsitzender des Vorstands der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung, würdigte in seiner Ansprache, dass sich die BTU auch ohne den Dr. Meyer-Struckmann-Wissenschaftspreis in der deutschen Wissenschaftslandschaft schon profiliert habe. Dies sei insbesondere auch der Leistung des BTU-Präsidiums zu verdanken.


Prof. Sigmund (li.) u. Graf Finkenstein mit dem Preisträger Prof. Dierk Rolf Raabe
Der mit 30.000 Mark dotierte Dr. Meyer-Struckmann-Wissenschaftspreis der BTU war bundesweit ausgeschrieben. Die Preiskommission der BTU wählte unter acht eingereichten Bewerbungen Prof. Dr.-Ing. habil. Dierk Rolf Raabe vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH in Düsseldorf als Kandidaten für den Preis aus. Der BTU-Wissenschaftspreis, der nun seit 1997 zum fünften Mal vergeben wird, zeichnet den 1965 geborenen Dierk Rolf Raabe aus, der sich als Nachwuchsforscher auf dem Gebiet der Theorie der Kristallplastizität technischer Leichtbauwerkstoffe und deren Anwendung profiliert hat. Seine interdisziplinär ausgerichtete Arbeit, insbesondere die von Raabe entwickelten verbesserten Simulationsmethoden, haben als Vorhersagemethode für wirtschaftliche Kalkulationen große wirtschaftliche Bedeutung vor allem im Bereich der Automobil- und Flugzeugtechnik. Im Gutachten zur Forschungsarbeit von Dierk Raabe heißt es: „Es ist zu erwarten, dass von diesem neuen und revolutionären Simulationsverfahren, welches verwandte bisherige Ansätze um etwa einen Faktor 500 an Geschwindigkeit übertrifft, wesentliche Impulse für die industrielle Auslegung und Vorhersage von Komponenten aus Leichtbauwerkstoffen insbesondere für die Verkehrstechnik ausgehen werden.“ Der äußerst sympathische Preisträger Prof. Raabe sagte im Anschluß an seine Würdigung:„Manchmal ist es auch ein Zufallsprodukt. Es war jedenfalls, als wir damals auf diesem Gebiet anfingen zu forschen nicht abzusehen, welche Resonanz unsere Ergebnisse in der Automobilindustrie auslösen sollten. Dabei möchte ich auch hervorheben, wie überrascht ich war, welch große Akzeptanz man in manchnen Firmen auch für Grundlagenforschung finden kann.“

Schrieb 2001 die beste Dissertation an der BTU: Dr. rer. nat. Frank Müller
Die beste Dissertation an der BTU sowie die besten Diplomarbeiten der vier Fakultäten wurden ebenfalls bei dieser Festveranstaltung ausgezeichnet. Die beste Dissertation an der BTU hat im Jahr 2002 Dr. rer. nat. Frank Müller am Lehrstuhl Mathematik insbesondere Analysis von Prof. Friedrich Sauvigny geschrieben.
Andreas Noack hat am Lehrstuhl Software-Systemtechnik von Prof. Claus Lewerentz die beste Diplomarbeit der Fakultät Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik verfasst. In der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung wurde die Arbeit von Juren Meister ausgewählt, die am Lehrstuhl Baukonstruktion und Entwerfen von Prof. Wolfgang Schuster „Ein Haus für islamische Kultur“ entworfen hat. Raffaello Lepratti hat in der Fakultät Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen die beste Diplomarbeit geschrieben. Prof. Ralf Woll, Qualitätsmanagement und Prof. Ulrich Berger, Automatisierungstechnik, betreuten die Arbeit.
In der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik wurde Uta Kiefer mit ihrer Diplomarbeit über „Rahmenbedingungen und Umsetzungsaspekte für betrieblichen Umweltschutz in der Volksrepublik China“ am Lehrstuhl von Prof. Wolf Schluchter, Sozialwissenschaftliche Umweltfragen, ausgezeichnet.


Rund 500 Gäste aus Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft kamen zum Neujahrsempfang in die Panta Rhei Halle